Bilder von unterwegs

Gleitlager fertigen












Sonderfahrt der EFSK bei der Einfahrt in den Bahnhof Frankenberg
(Foto: Stephan Thierfelder)

Reisen wie in vergangenen Zeiten

Ob die nostalgische Erinnerung an Jugendtage, das greifbare Erleben von Technik, die spürbare Kraft aus den Urelementen Feuer und Wasser, der ganz eigene Geruch von Kohle, Dampf und Öl, keine Maschine ist dem Menschen so nah, wie die Dampfmaschine. Eine der ältesten, betriebsfähig erhaltenen Dampflokomotiven in Deutschland ist die preußische P8 "2455 Posen". Ihre Erhaltung und Einsatz für Sie ist unsere Aufgabe.

Begleiten Sie die Maschine auf einem Stück ihres Weges...

Ab nach Hause: Die Heimfahrt nach 75 Jahren im Exil

Bald geht es los. Die 2455 Posen steht fertig für die Überführung auf dem Werkhof der Fa REMARUL. Aber etwas fehlt noch: Kohle. Und die gibt es in der benötigten Güte in Rumänien nicht. Also müssen noch mal eben 20 Tonnen Kohle aus Venezuela von Rotterdam Hafen mit einem Sattelschlepper nach Cluj gefahren werden. Die betroffenen Zöllner musten sich dann auch erst mal ne Zeichnung machen.
( Foto: Frank Bailer )


Unser "Zirkuskronezug" im Grenzbahnhof Episcopia Bihor: P8 2455 Posen, im Schlepp dahinter auf drei K Wagen verladen 38 3999 (EM Darmstadt Kranichstein, dann 38 3180 und 50 227(CFR) (EM Nördlingen)
( Foto: Frank Bailer )



Gruppenbild des Überführungsteams im Grenzbahnhof Hegyeshalom, von links nach rechts: Gusti Poienaru, Ioan Tanta, Florian Mende, Mircea Dinu, und Manuel Jußen











Angekommen in ihrem ersten Domizil in Treysa Anfang Sept. 2001
( Foto: Frank Bailer )

Stationen der Instandsetzung

Der Rahmen der P8 nach der Demontage im Werk REMARUL /Cluj
Befundungstermin im Herbst 1998





Der Stehkessel der P8 am Kranhaken
Kesselschmiede REMARUL im Herbst 2000








Der Kessel der P8 mit schon ersetztem Langkessel
Kesselschmiede REMARUL im Winter 2000







Der Kesselsachverständige bei der Arbeit.
Blick durch die vordere Rohrwand in den noch leeren Langkessel
Kesselschmiede REMARUL im Winter 2000






Das schon fertige Führerhaus wartet auf seinen Anbau
Richthalle REMARUL im Frühjahr 2001






Die P8 auf dem Weg zum Kuppeln mit Ihrem Tender
Schiebebühne vor der Richthalle
Werkhof REMARUL April 2001





Arbeiten in der Tenderwerkstatt: Die Werkzeugkästen werden neu genietet.
REMARUL im Frühjahr 2001
( Foto: Mircea Dinu )







Die fertigen Tenderdrehgestelle warten auf den Einbau







letzte Lackierarbeiten im Werkhof. Im Vordergrund unser "Außenbüro" mit Betonfigur
REMARUL im April 2001





Erste Gehversuche nach fast 30 Jahren Abstellzeit.
Im Werkhof der Fa REMARUL im Mai 2001







Jetzt wird es ernst: gut 1 Jahr und fast 20000 Arbeitsstunden nach Beginn der Instandsetzung ist die P8 auf dem Weg zur Leerprobefahrt.
Hauptbahnhof Cluj-Napoca im Mai 2001






Geschafft: Gruppenbild in Apahida nach erfolgreicher Probefahrt
(Foto: Mircea Sciau)










Endlich fertig. Juli 2001 im Werkhof der Fa REMARUL
Foto: Frank Bailer

Auf Bergungsreise in Rumänien

Eindrücke der ersten Reise nach Rumänien und Bulgarien im Mai 1996: Oma und Enkel







bewohnen den alten Schuppen von Valea d`Oltoli







Gegensätze: Krasse Armut, Umweltverschmutzung und Zerfall wechseln ab mit wunderschöner Natur und alter Architektur. Blick zurück in das Olttal im Mai 1996.





230 109, Humbold Fab. Nr 1701/Bauj. 1923, ehemals
"2671 Hannover", DRG 38 3989, verkauft nach Rumänien im August 1926 gemeinsam mit siebzehn weiteren P8, darunter auch "2455 Posen"
Lokfriedhof Jibou im Herbst 1996




Stellvertretend für die vielen Abstellplätze, auf denen wir dann fanden, was wir suchten: Apahida im Herbst 1996



Weitere Bilder in Vorbereitung...


Preußische P8 "2455 Posen"

Typbezeichnung: P8 ( preußisch )
Hersteller: Linke Hofmann Werke / Breslau Fabriknummer 1804
Ablieferung: Ende März 1919 / Probefahrt von Breslau Odertor nach Sybillenort
Erste Nummerung gemäß Bestellung: "2455 Posen" ( fremd verliehen an Direktion Breslau )
Erstbeheimatung laut zur Verfügung stehenden Quellen im Betriebswerk Glatz / Oberschlesien
1920 Umnummerung zu "2566 Osten" in Folge der Auflösung der KED Posen und Neugründung der ED Osten

Etwa 1923: Umnummerung zu "2600 Breslau" und handschriftlicher Nachtrag im Lokbestandsbuch der Direktion Breslau

Frühjahr 1926: formale Umnummerung entsprechend dem Umzeichnungsplan der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft in "38 2460"

Letzter Standort im Dienst der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft: Kreuzburg / Oberschlesien

August 1926: Verkauft von der DRG an die Rumänische Staatsbahn CFR mit weiteren 99 Loks, darunter siebzehn P8
Erneute Umnummerung nach rumänischem Schema zur 230 094
Erstbeheimatung in Rumänien in Pitesti
Weitere Stationen: Craiova, Severin, Bucuresti, Simeria, Arad, Cluj

Abstellung 1974 in Fetesti

Sommer 1997: Verbringung in das Werk REMARUL"16 Februarie S.A." / Cluj mit weiteren Fahrzeugen zwecks Verkauf/Export auf Initiative des jetzigen Eigentümers und mit Unterstützung des Werks REMARUL /Cluj

Frühjahr 1998: erfolgreicher Abschluß der Kaufverhandlungen zwischen der Rumänischen Staatsbahn SNCFR und dem jetzigen Eigentümer "Länderbahnreisen" / Manuel Jußen

Herbst 1998 Demontage der Lok durch das Werk REMARUL / Cluj
und Befundung durch das Ingenieurbüro Langeloth / Darmstadt

Frühsommer 2000 Beginn der Instandsetzung unter Bauaufsicht des Ingenieurbüros Langeloth

Juni 2001 Abschluss der betriebsfähigen Wiederherstellung im weitestgehenden Ursprungszustand

Juli/August 2001 Überführung mit drei weiteren Museumsloks im Schlepp nach Deutschland

08.Mai 2002 Wiederzulassung für den Betrieb auf den Eisenbahnen des Bundes mit der ersten Betriebsnummer "2455 Posen" durch das Eisenbahnbundesamt

Seither im Einsatz im Reisesonderverkehr für verschiedene Besteller

Zur preußischen Baureihe P8 siehe auch hier